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Gesundheitsminister Clemens Hoch: Land stärkt Geburtshilfe – Förderung von Hebammenzentralen verlängert und weitere hebammengeleitete Kreißsäle sollen entstehen

„Familien sollen sich überall in Rheinland-Pfalz auf eine gute und verlässliche Geburtshilfe verlassen können. Dafür ist es unerlässlich, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um eine bedarfsgerechte Versorgung in allen Regionen des Landes zu gewährleisten. Geburtshilfe ist für uns ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge – und dieser Verantwortung werden wir auch künftig gerecht. Deshalb werden wir die Förderung der bereits etablierten Hebammenzentralen fortführen und stellen zugleich zusätzliche Mittel bereit, um weitere Kliniken bei der Einrichtung hebammengeleiteter Kreißsäle zu unterstützen“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. „Wir sind von diesem Konzept überzeugt und wollen den Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle konsequent fortsetzen. Deshalb können Krankenhäuser mit einer Geburtshilfe ab sofort erneut Förderanträge für die Einrichtung eines hebammengeleiteten Kreißsaals beim Gesundheitsministerium stellen“.

Wichtige Bausteine einer flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung sind Hebammenzentralen und hebammengeleitete Kreißsäle. Hebammenzentralen erleichtern nicht nur den werdenden Eltern das Leben, sondern ermöglichen auch den Hebammen eine stärkere Fokussierung auf ihre eigentliche Tätigkeit, denn besonders relevant in der Arbeit der Zentralen ist die Vermittlung von Hebammenterminen zur Vor- und Nachsorge. Gerade in Regionen, in denen es herausfordernd ist, eine Betreuung durch eine Hebamme zu finden, leisten Hebammenzentralen einen sehr wertvollen Beitrag. „Hebammenzentralen geben werdenden Müttern und ihren Familien Sicherheit und Orientierung in einer besonders wichtigen Lebensphase. „Mit der Verlängerung der Förderung geben wir den Hebammenzentralen Planungssicherheit bis Ende 2028. Das ist ein Signal für eine verlässliche Versorgung von Familien und zugleich eine wichtige Unterstützung für die Hebammen vor Ort“, betont Gesundheitsminister Hoch.

Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz fünf Hebammenzentralen:

  • Vulkaneifel
  • Trier-Saarburg
  • Mainz-Bingen
  • Altenkirchen/Kirchen gemeinsam mit Hachenburg
  • Simmern

Darüber hinaus setzt das Land auf den weiteren Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle und startet einen erneuten Aufruf zur Förderung der Einrichtung eines hebammengeleiteten Kreißsaals. Sie sind ein wichtiger Baustein für eine selbstbestimmte Geburt und ermöglichen Familien, die Geburt gemeinsam mit einer Hebamme individuell nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Die Hebammen arbeiten dabei eigenverantwortlich und ohne unmittelbare ärztliche Begleitung. Sollte es während der Geburt zu Komplikationen kommen, steht die Infrastruktur der Geburtsklinik jederzeit zur Verfügung und gewährleistet die Sicherheit von Mutter und Kind.

Nach dem Förderaufruf im Jahr 2023 hat das Land die Einrichtung von sechs hebammengeleiteten Kreißsälen unterstützt. Inzwischen wurden entsprechende Angebote an folgenden Standorten etabliert:

  • Klinikum Worms
  • Mutterhaus der Borromäerinnen Trier
  • Diakonie Kliniken Bad Kreuznach
  • Diakonie Kliniken Hunsrück Simmern
  • Westpfalz-Klinikum Kirchheimbolanden
  • Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern

Hebammengeleitete Kreißsäle stärken das Profil eines geburtshilflichen Standortes und erhöhen damit auch die Attraktivität und Sichtbarkeit eines Krankenhauses. Dabei hat sich die Förderung als wichtiger Impuls erwiesen. Die Einrichtung eines hebammengeleiteten Kreißsaals erfordert organisatorische, personelle und strukturelle Anpassungen in den Krankenhäusern. Gleichzeitig bieten diese Modelle die Chance, die Arbeitsbedingungen von Hebammen zu verbessern und ihre eigenständige Berufsausübung im klinischen Umfeld weiter zu stärken.

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