„Eine qualitativ hochwertige gesundheitliche Versorgung ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb möchten wir das Potenzial der bereits in unserem Land lebenden Menschen mit ausländischem Ausbildungsabschluss noch stärker nutzen. Unser Ziel ist es, ihnen passgenaue Unterstützungsangebote bereitzustellen, damit sie erfolgreich in eine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung kommen“, sagt Gesundheitsminister Clemens Hoch. Auch Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und Kommunen werde das Land nicht alleinlassen. Sie sollen bei der Gewinnung von Fachkräften mit ausländischem Ausbildungsabschluss sowie durch einen gezielten Informations- und Erfahrungsaustausch unterstützt werden.
Darüber hinaus fördert das Land den Aufbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Dazu gehören auch deren Sensibilisierung und Qualifizierung sowie die Schulung der Belegschaften. „Unser Ziel ist es, demokratieförderndes Handeln zu stärken, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen und Rassismus entschieden entgegenzutreten“, ergänzt Clemens Hoch.
Gefördert werden Projekte zur Unterstützung von Menschen mit einem Ausbildungsabschluss in einem Drittstaat. Die Förderung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Unterstützt werden unter anderem Maßnahmen, die den Bewerbungsprozess sowie den Berufseinstieg im Rahmen einer Berufserlaubnis begleiten.
Darüber hinaus sollen innovative Projekte erprobt werden, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Kommunen bei der nachhaltigen Integration dieser Fachkräfte in Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und andere Gesundheitseinrichtungen sowie in ihr regionales Umfeld unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration in ländlichen Regionen.
Für die Jahre 2027 und 2028 sind hierfür jeweils Fördermittel in Höhe von bis zu 400.000 Euro vorgesehen.
Interessierte können ihre Projektideen vom 10. August bis zum 07. September 2026 beim Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit einreichen. Weitere Informationen zu den Förderkriterien und Antragsmodalitäten finden Sie hier.