| Hochschulen

Wissenschaftsminister Clemens Hoch: Großes Interesse an Mary Somerville-Lehrauftragsprogramm – Förderzusage für 28 Wissenschaftlerinnen

Auch im aktuellen Sommersemester werden wieder Wissenschaftlerinnen im Rahmen des Mary Somerville-Lehrauftragsprogramms auf ihrem Weg zu einer Professur an drei rheinland-pfälzischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) gefördert. Wissenschaftsminister Clemens Hoch informierte die antragstellenden Hochschulen in Bingen, Trier und Mainz über die Förderzusage. Zwölf Neuanträge und 16 Verlängerungsanträge der drei HAW haben die Voraussetzungen erfüllt und werden mit insgesamt rund 75.000 Euro gefördert. Das Programm eröffnet qualifizierten Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, wertvolle Lehrerfahrungen zu sammeln und sich gezielt auf eine wissenschaftliche Laufbahn vorzubereiten.

„Ich freue mich sehr, dass der Erfolg des Mary Somerville-Lehrauftragsprogramms weiterhin anhält und wir in dieser Förderrunde 28 Lehraufträge für qualifizierte Frauen an den HAW fördern können. Frauen sind in wissenschaftlichen Positionen noch immer unterrepräsentiert. Unser Ziel ist eine gleichberechtigte Besetzung von Professuren mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an unseren Hochschulen“, so Clemens Hoch. Das Mary Somerville-Lehrauftragsprogramm ermögliche eine gezielte Förderung kompetenter Nachwuchswissenschaftlerinnen. Bereits seit dem Wintersemester 1998/1999 werde das Lehrauftragsprogramm an den Fachhochschulen, heute Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), in Rheinland-Pfalz angeboten und die Nachfrage sei ungebrochen hoch.

Die Hochschule Trier hatte acht Neuanträge und sechs Verlängerungsanträge, die Technische Hochschule Bingen zwei Neuanträge und fünf Verlängerungsanträge sowie die Hochschule Mainz acht Neuanträge und sechs Verlängerungsanträge gestellt. Nach den Vergabebedingungen ist es erforderlich, ein abgeschlossenes Hochschulstudium an einer Universität oder vergleichbaren Hochschule sowie entweder die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit oder eine mindestens dreijährige berufliche Praxis außerhalb des Hochschulbereichs nachzuweisen. Es muss erkennbar sein, dass die für eine Hochschulprofessur noch fehlende Qualifikation mittelfristig nachgeholt wird, die Promotion sollte begonnen sein. Zu den Voraussetzungen zählt auch, dass bisher kein Lehrauftrag an der antragstellenden Hochschule wahrgenommen wurde. Insgesamt wurden 29 Anträge gestellt, von denen 28 die geforderten Voraussetzungen erfüllten, so dass die 28 ausgewählten Lehrbeauftragten im Sommersemester 2026 an den drei Hochschulen lehren werden.

Das Mary Somerville-Lehrauftragsprogramm hat zum Ziel, die Chancen qualifizierter Hochschulabsolventinnen, die die Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur noch nicht 
vollständig erfüllen, über Lehraufträge Erfahrungen in der Lehre zu sammeln und Kontakte zu Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu knüpfen. So erhalten sie die Möglichkeit, ihre Chancen bei einer späteren Bewerbung um eine ausgeschriebene Professur zu erhöhen.

#Themen

Hochschulen

Teilen

Zurück