„Ich freue mich sehr, dass der Erfolg des Mary Somerville-Lehrauftragsprogramms weiterhin anhält und wir in dieser Förderrunde 28 Lehraufträge für qualifizierte Frauen an den HAW fördern können. Frauen sind in wissenschaftlichen Positionen noch immer unterrepräsentiert. Unser Ziel ist eine gleichberechtigte Besetzung von Professuren mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an unseren Hochschulen“, so Clemens Hoch. Das Mary Somerville-Lehrauftragsprogramm ermögliche eine gezielte Förderung kompetenter Nachwuchswissenschaftlerinnen. Bereits seit dem Wintersemester 1998/1999 werde das Lehrauftragsprogramm an den Fachhochschulen, heute Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), in Rheinland-Pfalz angeboten und die Nachfrage sei ungebrochen hoch.
Die Hochschule Trier hatte acht Neuanträge und sechs Verlängerungsanträge, die Technische Hochschule Bingen zwei Neuanträge und fünf Verlängerungsanträge sowie die Hochschule Mainz acht Neuanträge und sechs Verlängerungsanträge gestellt. Nach den Vergabebedingungen ist es erforderlich, ein abgeschlossenes Hochschulstudium an einer Universität oder vergleichbaren Hochschule sowie entweder die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit oder eine mindestens dreijährige berufliche Praxis außerhalb des Hochschulbereichs nachzuweisen. Es muss erkennbar sein, dass die für eine Hochschulprofessur noch fehlende Qualifikation mittelfristig nachgeholt wird, die Promotion sollte begonnen sein. Zu den Voraussetzungen zählt auch, dass bisher kein Lehrauftrag an der antragstellenden Hochschule wahrgenommen wurde. Insgesamt wurden 29 Anträge gestellt, von denen 28 die geforderten Voraussetzungen erfüllten, so dass die 28 ausgewählten Lehrbeauftragten im Sommersemester 2026 an den drei Hochschulen lehren werden.
Das Mary Somerville-Lehrauftragsprogramm hat zum Ziel, die Chancen qualifizierter Hochschulabsolventinnen, die die Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur noch nicht
vollständig erfüllen, über Lehraufträge Erfahrungen in der Lehre zu sammeln und Kontakte zu Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu knüpfen. So erhalten sie die Möglichkeit, ihre Chancen bei einer späteren Bewerbung um eine ausgeschriebene Professur zu erhöhen.