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Wissenschaftsminister Clemens Hoch: „HAW-direkt“ - Hochschulen für angewandte Wissenschaften erhalten auch 2026 rund eine Million Euro für Ausbau der Forschungskapazitäten

Alle sieben HAW des Landes erhalten von Juli 2026 bis Ende Dezember 2026 insgesamt rund eine Million Euro im Rahmen des Förderprogramms „HAW-direkt“ für den Auf- und Ausbau ihrer Forschungskapazitäten in den Kompetenzfeldern Gesundheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Landesförderung, insgesamt werden 17 Maßnahmen gezielt unterstützt, soll die HAW darüber hinaus im Wettbewerb um Drittmittel und für erfolgreiche Beteiligungen an Förderprogrammen stärken, beispielsweise an den HAW-Förderprogrammen der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), an den EU-Förderprogrammen oder den Förderprogrammen der Bundesministerien, insbesondere des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

„Unsere HAW verfügen über ein enormes Potenzial für relevante Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Erkenntnisfortschritte zum Wohle von Wirtschaft und Gesellschaft. Insbesondere in den zukunftsträchtigen Technologiebereichen wie der Künstlichen Intelligenz und der Biotechnologie spielen die Forschungskompetenzen unserer HAW eine immer wichtigere Rolle für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Rheinland-Pfalz. Deshalb wollen wir diese weiter ausbauen und stärken. Mit ‚HAW-direkt‘ erhalten die Hochschulen einen direkt finanzwirksamen und gezielten Schub zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität als regionale, nationale und internationale Kooperationspartner“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Er sei davon überzeugt, dass das Programm zu neuen Kooperationschancen beitragen werde und dass dies ein wichtiger Schritt sei, um die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft zu stärken und den Wissens- und Technologietransfer zu fördern. Zudem werde die Rolle der HAW als attraktive regionale, nationale und internationale Kooperationspartner für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gefestigt und der Ausbau von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten unterstützt.

Das Förderprogramm „HAW-direkt“ richtet sich gezielt an die staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Beantragt werden konnten Mittel zur projektbezogenen Beschaffung von Geräten für Forschungsvorhaben, die einen spezifischen Beitrag zu den gesellschaftlich wichtigen Bereichen Gesundheit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder insbesondere zu einem der landespolitischen Schwerpunktthemen Biotechnologie, Künstliche Intelligenz oder Wasserstofftechnologien leisten. 

 

Überblick zur ‚HAW-direkt‘-Förderung in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte:

Technische Hochschule Bingen

  • Förderung von insgesamt drei Geräten für Projekte im Bereich Wasserstofftechnologien und Biotechnologie, z.B. für einMassenspektrometer für Wasserstoff- und Biotech-Analytik. Dieses wird unter andrem im Projekt BioH2 eingesetzt, welches die Herstellung von Wasserstoff aus biogenen Reststoffen erforscht. 

Hochschule Kaiserslautern

  • Förderung von insgesamt vier Geräten für Projekte in den Bereichen Biotechnologie/Nachhaltigkeit, KI sowie Gesundheit/KI, , z.B. für ein digitales System zur Ganganalyse für die Optimierung und Individualisierung von Beinprothesen.

Hochschule Koblenz

  • Förderung von insgesamt zwei Geräten in den Bereichen Nachhaltigkeit/Wasserstofftechnologien sowie Digitalisierung/KI, z.B. zur Erweiterung mobiler Robotikplattformen. Hier werden neue Verfahren zur Optimierung des Fahr- und Kooperationsverhaltens mehrerer autonomer mobiler Robotereinheiten in intelligenten Produktions- und Logistikumgebungen entwickelt und experimentell untersucht.

Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

  • Förderung eines Geräteverbunds im Bereich Nachhaltigkeit/KI zur Erweiterung des Forschungsprojekts „KI-gestütztes Campus-, Gebäude- und Energiemanagement“, welches auf ein effizientes und nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement insbesondere von öffentlichen Gebäuden abzielt. 

Hochschule Mainz

  • Förderung von einem Gerät im Bereich Nachhaltigkeit. Die Förderung einer hygrothermischen Doppelklima-Prüfkammer zur experimentellen Untersuchung des Wärme-, Feuchte- und Alterungsverhaltens von innovativen Bauteilen dient der Entwicklung und Bewertung nachhaltiger, biogener und faserbasierter Baustoffe und Konstruktionen. 

Hochschule Trier

  • Förderung von insgesamt vier Geräten in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Biotechnologie/KI sowie Nachhaltigkeit/KI, z.B. in einem Projekt, das untersucht, wie Laborprozesse in den Life Sciences künftig nicht nur automatisiert, sondern durch KI geplant, überwacht und schrittweise verbessert werden können. Im Mittelpunkt steht das Liquid Handling, also das präzise Dosieren, Mischen und Verarbeiten kleinster Flüssigkeitsmengen. 

Hochschule Worms

  • Förderung von zwei Geräten in den Bereichen Digitalisierung/KI/Gesundheit, z.B. ein hochpräzises Motion-Tracking-System, welches die Erforschung von präzisem Echtzeit-Feedback für die Unterstützung von Bewegungslernen in Extended Reality ermöglichen soll. Bewegungslernen (auch: motorisches Lernen) spielt eine wichtige Rolle in so unterschiedlichen Gebieten wie Bewegungstraining, rehabilitationsfördernder Physiotherapie und Fertigkeits-Training (Skill Learning) in handwerklichen und technischen Berufen. 

 

 

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